Facebook :

75 Tipps für Unternehmen – Gestaltung, Kommunikation, Werbung

Das weltweit größte soziale Netzwerk Facebook setzt im Social-Media-Bereich die Rekordmarken. Mit über einer Milliarde Nutzern ist es nach China und Indien das drittgrößte Land der Erde. Allein in Deutschland nutzen über 25 Millionen Menschen (Stand: November 2012) die Plattform, um sich zu vernetzen.

Auch immer mehr Unternehmen zeigen sich auf Facebook. Unter den Betreibern der als Fanseiten bezeichneten Präsenzen finden sich bekannte Marken wie BMW, McDonalds oder Starbucks. Aber auch kleinere und mittelgroße Unternehmen werben um Fans. Im Mittelstand setzt sich langsam die Auffassung durch, dass ein Engagement im Bereich Social Media zum Marketing-Mix gehört – und dass die Netzwerke auch für Bereiche wie Personalsuche oder Support genutzt werden können.

Dabei eignet sich Facebook sicher nicht für jeden Zweck und für jede Firma. Doch während die einen noch Bedenken gegen den Spiel- und Spaß-Charakter des erst 2004 gegründeten Netzwerks äußern, wird es von vielen Unternehmen bereits als wichtiges Werkzeug für Kundenkommunikation, Markenführung im Internet oder Promotion-Kampagnen gesehen.

Wichtigster Punkt aller Überlegungen: Der Kunde kann über Facebook in direkten Kontakt mit dem Unternehmen treten, im Idealfall profitieren davon beide Seiten. Die Nutzer können Fragen stellen, Firmen sammeln Anregungen und Feedback, betreiben Marktforschung und bewerten Produkte. Facebook zu nutzen, kann echte Vorteile im Wettbewerb bringen – es zu ignorieren, kann sich eigentlich kein Unternehmen mehr leisten. Zumal Facebook inzwischen auf Basis der Nutzerangaben eigene, automatisch generierte Firmenseiten online stellt, auf die Sie keinen Einfluss haben.

Erste Schritte

1) Anmeldung:

Facebook bietet nicht nur die Option, persönliche Profile zu erstellen. Sie können auch als Unternehmen auftreten. Einzige Voraussetzung: Sie müssen einen persönlichen Facebook-Account besitzen. Das Konto fürs Unternehmen richten Sie wie folgt ein:
a) Gehen Sie auf facebook.com und klicken Sie auf „Erstelle eine Seite“
b) Wählen Sie die für Ihr Unternehmen zutreffende Branche bzw. Kategorie
c) Namen festlegen (Mehr dazu unter Punkt 3)
d) Seite noch nicht öffentlich machen, sondern erst, nachdem sie fertig gestaltet ist
e) Weitere notwendige Daten eingeben, um ein Facebook-Konto zu erstellen
f) Geben Sie ihre Daten ein und bestätigen Sie die Registrierungsmail
g) Konto erstellt!
h) Gegebenenfalls Administratoren einrichten: „Seite bearbeiten“, unter Administratoren auf „hinzufügen“ klicken
Weitere Tipps zur Anmeldung finden Sie etwa auf kreativbuero.de.

2) URL anpassen:

Die URL ist der Pfad zu Ihrer Fanseite. Sie wird zunächst von Facebook vergeben, kann aber geändert werden. Diese Möglichkeit sollten Sie unbedingt nutzen, um auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen und die Trefferquote in Suchmaschinen zu erhöhen. Wie Sie die URL ändern können, erfahren Sie im Tutorial von netheweb.de.

3) Namen wählen:

Wählen Sie einen Namen, der Ihr Unternehmen vertritt. Möglicherweise reicht Ihr Firmenname, Sie können jedoch auch eine Kurzbeschreibung anhängen wie in diesem Beispiel. Ein geschickt gewählter Name enthält bereits Schlüsselwörter (wie hier bei Bosch), die Ihnen helfen sowohl im gesamten Web als auch über die interne Facebook-Suche besser gefunden zu werden.

4) Unternehmen vorstellen:

Ist die Anmeldung abgeschlossen, gilt es, Ihre Seite mit Inhalten zu füllen. Eine Präsentation der eigenen Firma und Ihrer Marke (hier am Beispiel Porsche) sowie eine kurze Firmenbiographie oder ähnliche Informationen bringen Sie am besten in der Info-Box (s. 11.) unter. Was hier auf keinen Fall fehlen sollte: Der Link auf Ihre Firmen-Webseite.

5) Chronik anlegen:

Mit dem neuen Facebook-Layout können Sie wie in einer Chronik die Daten aus der Vergangenheit anschaulich präsentieren. Lassen Sie die Besucher Ihrer Seite wissen, was Sie in der Vergangenheit geleistet haben und an der Firmengeschichte teilhaben. Fügen Sie auch Bilder oder Videos hinzu, sie lassen die Einträge lebendiger wirken.

6) Mitarbeiter sichtbar machen:

Viele Firmen wahren Anonymität, doch insbesondere kleine und mittlere Unternehmen können stark von Kundennähe profitieren. Stellen Sie die Gesichter hinter der Firma vor, erzählen Sie wer Sie sind. Nutzer wollen mit echten Menschen kommunizieren, nicht mit anonymen Marken. Hier ein Beispiel: der Social Media Examiner aus den USA.

7) Produktpalette zeigen:

Stellen Sie Ihre Produkte und Leistungen vor. Es sollte auf den ersten Blick erkennbar sein, wofür Ihr Unternehmen steht. Dies können Sie über Fotos, Videos oder Texte erreichen. Auf diese Weise erreichen Sie auch Nutzer, die Ihre Seite nur kurz an surfen.

8) Fotoalben und Videos einpflegen:

Bestücken Sie Ihre Fotoalben mit Bildern ihrer Produkte, laden Sie Videos von lustigen und sehenswerten Werbeaktionen hoch oder zeigen Sie sich selbst. Ein witziges Foto oder Video kann Ihnen mehr Fans und damit potenzielle Kunden einbringen als Sie glauben.

9) Profil- und Timeline-Bild auswählen:

Wählen Sie als Profilbild auf Ihrer Chronik ein Bild, das Ihr Unternehmen repräsentiert. In Kombination mit dem Timeline-Bild eignet sich hier am Besten das Logo Ihres Unternehmens. Das Profilbild darf 160 Pixel breit und 160 Pixel hoch sein. Als Titelbild können Sie eine aktuelle Werbekampagne oder ein Besucher ansprechendes Motiv wählen. Das Titel- oder Timeline-Bild darf 851 Pixel hoch und 315 Pixel breit sein. Sie können den Ausschnitt eines größeren Motivs beim Einpflegen individuell positionieren. Achten Sie darauf, dass Titelbild und Logo harmonisch wirken, indem Sie zum Beispiel die Farbkombination abstimmen. Einen inhaltlichen Zusammenhang zwischen Timeline-Bild und Profilbild herzustellen, ist möglicherweise keine so gute Idee. Facebook wird eine mobile Version der Timeline anbieten, in der solche Foto-Gags nicht mehr funktionieren.

10) Texte zu Fotos und Videos erstellen:

Falls Sie Fotos und Videos hochgeladen haben, ergänzen Sie diese mit kurzen Informationen, das gilt auch für Bilder in Fotoalben. Texte auf Facebook sind relevant für die Suche und können die Nutzer zu Kommentaren anregen.

11) Beiträge anderer Nutzer beachten:

Pinnwandeinträge Ihrer Fans werden in der neuen Facebook-Ansicht gesondert dargestellt (rechte Spalte). Rufen Sie die Beiträge über „Alle anzeigen“ auf, um sie auf Ihrer Unternehmensseite anzuzeigen.

12) App-Icons:

Neben der Infobox befindet sich eine Leiste mit Facebook-Apps, wie zum Beispiel Fotos, Videos oder individuelle Apps („Willkommen“, „Gewinnspiel“, etc.). Sie können hier eigene Apps hinzufügen. Beachten Sie das Reiterbild, es ist 111 Pixel hoch und 74 Pixel breit und kann von Ihnen bearbeitet oder ersetzt werden. Solange kein „Eigenes Reiterbild“ definiert wird, nutzt Facebook das definierte Icon der Anwendung in der Grösse von 75×75 Pixel.

13) Anwendung löschen:

Nicht genutzte Anwendungen bzw. Apps sollten Sie entfernen. Klicken Sie dazu einfach auf den Link „Anwendung entfernen“.

14) Weitere Seiten anlegen:

Sie können jederzeit weitere Fanseiten erstellen und diese mit Inhalten füllen. So legen viele Unternehmen eine weitere Facebook-Seite für einzelne Produkte oder Angebote in anderen Sprachen an. Um eine weitere Seite anzulegen, klicken Sie auf „Seite erstellen“.

15) Notizen anlegen:

Der Tab (Reiter) „Notizen“ fungiert als Tableau, auf dem Sie längere Texte einpflegen und gestalten können. Diese sind für alle Facebook-Nutzer einsehbar. Sie können die Funktion etwa für Termine oder wichtige Bekanntmachungen nutzen, insbesondere wenn diese nicht auf Ihrer täglich aktualisierten Pinnwand untergehen sollen. Nutzen Sie die Funktion nicht, sollten Sie den Reiter löschen.

Facebook: 75 Tipps für Unternehmen – Gestaltung, Kommunikation, Werbung